Der Leopard ist wohl das scheueste und begehrteste Tier der Big Five im Krüger Nationalpark. Während Löwen oft offen in der Landschaft dösen, sind Leoparden Einzelgänger, heimlich und wahre Meister der Tarnung.
Schau nach oben, nicht nur nach unten
Leoparden sind hervorragende Kletterer. In der Mittagshitze ruhen sie am liebsten auf kräftigen, waagerechten Ästen großer Bäume, vor allem in Marula-, Jackalberry- (Ebenholz-) und Leberwurstbäumen.
Wenn du den Busch absuchst:
- Schau nicht nur ins Unterholz.
- Suche die unteren und mittleren Kronenbereiche großer Bäume entlang der Flussbetten ab.
- Achte auf einen herabhängenden Schwanz, oft das deutlichste Erkennungszeichen!
Die Bedeutung der Uferzonen
Leoparden lieben dichte Ufervegetation. Die Flüsse Sabie, Sand und Shingwedzi sind erstklassige Lebensräume. Halte Ausschau nach Gebieten mit vielen Impalas (ihrer Hauptbeute) und dichter Deckung.

Morgen- und Abenddämmerung
Wie die meisten Raubtiere sind Leoparden dämmerungsaktiv. Am aktivsten sind sie in den kühleren Stunden bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Nachtfahrten bieten eine hervorragende Gelegenheit, sie bei der Jagd zu beobachten.
Warnrufe
Die Natur hat ihr eigenes Alarmsystem. Lerne, die Warnrufe dieser Tiere zu erkennen:
- Grüne Meerkatzen: Eine Folge scharfer, schnatternder Laute.
- Paviane: Ein lautes, bellendes "Wahoo!".
- Impalas: Niesende oder schnaubende Geräusche.
- Baumhörnchen: Hohes, anhaltendes Keckern.
Hörst du diese Laute immer wieder aus einer bestimmten Richtung, halte an, schalte den Motor aus und beobachte die Baumreihen genau. Irgendetwas bewegt sich durch den Busch.
